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Raiffeisen Bank Schweiz: Die Genossenschaft damals und heute

Zürich, 25.07.2010

Auf www.kommunikaze.ch erschien jüngst ein interessanter Artikel über die Geschichte der Raiffeisen Genossenschafts-Banken.

Lange Zeit schien die Genossenschaft etwas ausser Mode gekommen zu sein, genauso wie die Werte, die der Genossenschaft zugrunde liegen: die Selbsthilfe und die Solidarität. Eine Renaissance hat die Genossenschaft nun aber durch die Bankenkrise erlebt, die den Raiffeisen Genossenschaftsbanken eine grosse Aufmerksamkeit beschert hat. Raiffeisen Schweiz kam nicht nur unbeschadet durch die Bankenkrise, sie konnte sogar davon profitieren. Grund genug für «Kommunikaze», die Raiffeisen-Idee zu untersuchen: Pierin Vincenz, Erbe von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Johann Traber .

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei der Bankenkrise eigentlich um eine Sinnkrise gehandelt hat und immer noch handelt. Banken handeln immer kurzfristiger. Schon vor einigen Jahren wurden alle strategischen Überlegungen von Grossbanken vom Shareholder Value bestimmt. Dadurch wurden die Unternehmensziele kurzfristiger und materieller und schliesslich wurden immer mehr Erfolgsprämien (Boni) für diejenigen angeboten, die in der Lage waren, die übertriebenen Ziele zu erreichen. Wachstum um jeden Preis hiess der neue Grundsatz, der die Banken immer hektischer handeln liess - und leider heute immer noch gilt.

Es ist nicht erkennbar, dass die Bankenkrise bei den Verursachern zu einem Umdenken geführt hat. Aber es ist erkennbar, dass die Krise bei den Kunden der Banken einen Wandel bewirkt hat. Forderungen nach Kontrolle der Banken und nach der Begrenzung von Salären und Boni werden immer lauter. Die Konsumenten sind auf die bizarren Werte der Banken aufmerksam geworden. Sie haben die Werte-Diskussion in Gang gebracht, setzen Regierungen unter Druck und nicht zuletzt die Verursacher der Krise. Die Forderungen sind nicht immer realistisch, aber der Weg ist richtig. Die Bankenkrise ist aus übertriebenen Aktionen am Markt entstanden und nur die Gegenreaktionen des Marktes sind es, die zu einem Umdenken zwingen können. Nicht durch das Einsehen der Verursacher, nicht durch Selbstbeschränkung und nicht durch staatliche Kontrolle wird sich etwas ändern, sondern dann, wenn die Kunden sagen «Jetzt ist Schluss!»

Die Bankenkrise wehte den Staub von der Raiffeisen Genossenschaft, deren aktueller CEO Pierin Vincenz mit Stolz die alten Werte zeigt: Regionale Solidarität von Gleichgesinnten die sich kennen und schätzen. Föderalistischer Zusammenschluss von autonomen regionalen Genossenschaften zu kantonalen Verbänden und zu einem nationalen Verband. Demokratische Entscheidungen durch die Mitglieder. Einigkeit zum Nutzen der Gemeinschaft. Langfristige Ziele zum Wohl aller.

In den kommenden Jahren werden wir uns alle vermehrt mit den Werten auseinandersetzen müssen, die uns in unserer Gesellschaft wichtig sind.

Pressekontakt:
Proxena GmbH
Sophienstrasse 2
CH-8032 Zürich
Tel: +41 43 534 56 70
www.proxena.ch

 

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